{"id":113,"date":"2008-01-07T06:07:41","date_gmt":"2008-01-07T06:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.modellbahnwerk.de\/?p=113"},"modified":"2011-09-28T14:22:49","modified_gmt":"2011-09-28T14:22:49","slug":"wasserversorgung-im-bahnbetriebswerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/modellwerkstatt\/wasserversorgung-im-bahnbetriebswerk-113\/","title":{"rendered":"Wasserversorgung im Bahnbetriebswerk und im Modell"},"content":{"rendered":"<div itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/BlogPosting\"><p><a href=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-Wustermark.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-114 alignleft\" style=\"margin-top: 0px; margin-bottom: 3px; margin-left: 0px; margin-right: 3px; float: left;\" title=\"Wasserturm Wustermark\" src=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-Wustermark-150x150.gif\" alt=\"Wasserturm Wustermark\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die\u00a0<\/strong>Wasserversorgung und die technischen Voraussetzungen im Bahnbetriebswerk und im Modell nach gestaltet.<\/p>\n<p>Die Dampflokomotiven und auch die sp\u00e4ter in einem Bw untergestellten und beheimateten Diesellokomotiven, kommen ohne eine qualitativ hohe Wasserversorgung, d.h. zum Einen eine quantitative und zum Anderen qualitative Versorgung, nicht zu einem betriebssicheren und schonenden Einsatz.<!--more--><\/p>\n<p>Die Wasserversorgung der eingestellten Lokomotiven, wurde z. T. mit eigenen Wasserwerken bewerkstelligt. Diese sogenannten Bahnwasserwerke bestanden im Groben aus Pumpwerken mit den dazu geh\u00f6rigen Wasseraufbereitungsanlagen, Saug- und Druckleitungen, den Beh\u00e4ltern (Wassert\u00fcrme) und Leitungen sowie den Entnahmestellen (Wasserkr\u00e4ne, Hydranten etc.).<\/p>\n<p>Diese Wasserwerke der Eisenbahn versorgten zum Einen die Bws mit Brauchwasser f\u00fcr die Kessel und zum Anderen die technischen Anlagen; sie wurden aber auch zur Trinkwasserversorgung f\u00fcr die anliegenden Eisenbahnersiedlungen ben\u00f6tigt, sofern diese Siedlungen nicht am \u00f6ffentlichen Trinkwassernetz der St\u00e4dte und Gemeinden angeschlossen waren. Diese Konstellation war zwar recht selten, da die Bahngesellschaften bestrebt waren, ihre Wohngeb\u00e4ude an die jeweils st\u00e4dtische Versorgung anzuschlie\u00dfen, aber es gab sie.<\/p>\n<p>Wir besch\u00e4ftigen uns aber mit der Wasserversorgung im Bahnbetriebswerk. Diese wurde \u00fcber die kurz beschriebenen Pumpwerke und \u00c3\u00fcer deren Druckleitungen zu den Wassert\u00fcrmen bef\u00f6rdert und von diesen zu den Entnahmestellen, neben den Wasserkr\u00e4nen und Hydranten, zu Reinigungsanlagen wie Kesselauswaschvorrichtungen und Fahrzeugreinigungsanlagen geleitet.<\/p>\n<p>Die Entschlackungsgruben, welche sich hinter der Bekohlungsanlage befanden, mussten auch entsprechend bew\u00e4ssert werden, um die teils gl\u00fchende Schlacke zu l\u00f6schen.<\/p>\n<h2>\u00a0Wassert\u00fcrme im Detail<\/h2>\n<p><strong>Nun<\/strong> ein paar detaillierte Informationen zu den Wassert\u00fcrmen und den nachfolgenden Wasserentnahmestellen. Die Wassert\u00fcrme waren Wasserspeicher mit unterschiedlichen Speicherverm\u00f6gen von 50m\u00b3 bis hin zu 800m\u00b3, entsprechend der Gr\u00f6\u00dfe und Menge der zu versorgenden Anlagen. Bei gr\u00f6\u00dferen Bahnbetriebswerken waren u.U. mehrere Wassert\u00fcrme (Wasserspeicher) n\u00f6tig, um die Versorgung der Dampflokomotiven und der anderen Abnehmer sicher zu stellen. Die Wasserversorgung musste und sollte mit einem Wasserturm f\u00fcr 24h gesichert sein.<a href=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-2.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-115 alignright\" style=\"margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; margin-left: 3px; margin-right: 0px; float: right;\" title=\"Modell Wasserturm Kibri\" src=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-2-150x150.gif\" alt=\"Modell Wasserturm Kibri\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Wassert\u00fcrme hatten eine Mindesth\u00f6he von 10m. Sie unterlagen einer Berechnung, welche den Leitungsquerschnitt, die L\u00e4nge der Leitungen, die Leistungsf\u00e4higkeit der Wasserkr\u00e4ne und die H\u00f6he der Entnahmestellen zu ber\u00fccksichtigen hatte.<\/p>\n<p>Die Bauformen und Gestaltungen waren sehr unterschiedlich. Die Wasserbeh\u00e4lter bestanden aus mindestens 6mm starken Stahlblechplatten oder Schmiedeeisen bzw. aus Stahlbeton. Die kleineren Beh\u00e4lter hatten eine zylinderische Form mit einem kugelf\u00f6rmigen Boden, um Beimengungen (Sand, Mineralien und andere Verunreinigungen o.\u00e4.) des eingespeisten Wassers ablagern zu k\u00f6nnen. Das Entnahmerohr ragt dabei etwas h\u00f6her hinein, um die m\u00f6glichen Ablagerungen nicht weiter zu leiten. Die Wassert\u00fcrme besa\u00dfen eine sogenannte Sp\u00fclleitung mit deren Hilfe der Wasserbeh\u00e4lter gereinigt werden konnte. Zudem hatte jeder Turm einen \u00c3\u0153berlauf und einen Schwimmer, welcher f\u00fcr zwei Funktionen genutzt wurde. Eine Funktion bestand darin, den Wasserstand im Beh\u00e4lter auf einer au\u00dfen liegenden Anzeige darzustellen, welche vorgeschrieben war, die zweite Funktion war das Schalten der elektrischen Pumpen f\u00fcr die Steigleitungen. Der Schwimmer bestand in der Regel aus Kork oder aus einem Metallhohlk\u00f6rper. Bei druckluft- oder dampfbetriebenen Pumpen war ein Pumpenwart n\u00f6tig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-3.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-116 alignleft\" style=\"margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; margin-left: 0px; margin-right: 3px; float: left;\" title=\"Modell Wasserturm Kibri gealtert\" src=\"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Wasserturm-3-150x150.gif\" alt=\"Modell Wasserturm Kibri gealtert\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Der Unterbau der Wassert\u00fcrme bestand in der Mehrzahl aus Mauerwerk aber es wurden auch Wassert\u00fcrme auf einem Stahlger\u00fcst errichtet. Diese Bauten wurden von der Maschinenbau-Anstalt Humboldt aus K\u00f6ln-Kalk gefertigt und geliefert.<br \/>\nDie kleineren Betriebswerke f\u00fcr Neben- und Schmalspurbahnen hatten den Wasserbeh\u00e4lter in einem dem Lokschuppen angegliederten Anbau integriert und die darunter befindlichen R\u00e4ume wurden als B\u00fcro bzw. Aufenthaltsr\u00e4ume o. \u00e4. genutzt.<\/p>\n<p>Hier ein Modell eines Wasserturmes im Ma\u00dfstab 1:87 aus einem Kibri-Bausatz, gealtert und mit Betriebsspuren versehen.<\/p>\n<p>Zu den Entnahmestellen z\u00e4hlten die Wasserkr\u00e4ne zur direkten Versorgung der Dampflokomotiven. Weiterhin waren etliche Hydranten erforderlich und vorhanden um Reinigungsarbeiten durch f\u00fchren zu k\u00f6nnen bzw. im Falle eines Brandes schnell eine Wasserentnahmestelle zum L\u00f6schen parat zu haben.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die\u00a0Wasserversorgung und die technischen Voraussetzungen im Bahnbetriebswerk und im Modell nach gestaltet. Die Dampflokomotiven und auch die sp\u00e4ter in einem Bw untergestellten und beheimateten Diesellokomotiven, kommen ohne eine qualitativ hohe Wasserversorgung, d.h. zum Einen eine quantitative und zum Anderen qualitative Versorgung, nicht zu einem betriebssicheren und schonenden Einsatz.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[40,9,16,7,39,41],"class_list":["post-113","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-modellwerkstatt","tag-altern","tag-betriebswerk","tag-h0","tag-modellbau","tag-wasserturm","tag-wasserversorgung"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":122,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113\/revisions\/122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/modellbahnwerk.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}